Sony A7R II RAW vs. JPEG fine

Gepostet am Okt 9, 2016 | Keine Kommentare


Immer wieder kommt die Diskussion auf: RAW oder JPEG. Normalerweise halte ich mich hier raus, aber da ich mich im Bereich Familienfotografie – privat – gefragt habe ob ich nun wirklich alles rausholen muss was die Kamera bietet oder ob ich hier auf das letzte bischen Dynamikumfang verzichten kann habe ich mir das im Falle Sony JPEG fine und RAW mal genauer angeschaut.

 

Professionell oder Privat

 

Es ist sicher unbestreitbar, dass in der professionellen Fotografie nur RAW zur Anwendung kommen sollte, da man nie weiß was man, oder der Kunde, im Nachhinein aus den Bildern rausholen muss. Hier finde ich es geradezu fahrlässig JPEG zu verwenden.

Bei eigenen Familienbildern habe ich über die Jahre für mich festgestellt, dass ich sehr selten am Histogramm runspiele und durch den Einsatz von JPEG ich eine Menge an Speicherplatz sparen kann. Zudem ist für mich gerade aktuell ob ich mein Lightroom von version 5 auf 6 update um die Sony A7R Mark 2 wieder verwenden zu können oder ob ich Capture One weiter einsetze.

 

Capture One vs Lightroom

 

Von Capture One bin ich etwas enttäscht, weil bei der Umwandlung von RAW in TIFF eine implizite Rauschminderung oder ein ähnlicher Mechanismuss verwendet wird. Das darf nicht sein und macht die Anwendung für Astrofotografie unmöglich. Sicher ein spezielles Thema, aber mich betrifft es und deswegen erwähne ich es an dieser Stelle.

 

Testbilder

 

Nun aber zu den Testbildern. Ich habe mit LR5 die Tiefen ganz hochgezogen, die Höhen ganz runter und 2 Blenden über der Belichtung bearbeitet. Also schon sehr stark hochgezogen. Normalerweise macht man das in der Praxis nicht so extrem:

 

 

Unbearbeitet

Unbearbeitet

 

aus dem JPEG fine erzeugtes HD Bild

aus dem JPEG fine erzeugtes HD Bild

 

aus dem RAW erzeugtes HD Bild

aus dem RAW erzeugtes HD Bild

 

Ergebnis

wenn man ganz genau hinsieht kann man in den dunklen Bereichen ein mehr an Rauschen im JPEG Bild sehen. Reduziert auf Full HD (1920×1280) ist das also aus meiner Sicht ok für das Familienalbum.

 

 

Anders schaut es aus, wenn man das Bild beschneiden möchte:

 

Full HD Ausschnitt aus 42MP

JPEG – Full HD Ausschnitt aus 42MP

 

Full HD Ausschnitt aus 42MP

RAW – Full HD Ausschnitt aus 42MP

 

Ergebnis

tendiert man auch im Privatbereich seine Bilder maximal zu beschneiden macht sich der Unterschied von JPEG zu RAW schon sehr deutlich bemerkbar.

 

Zusammenfassung:

Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden was man in der Nachbearbeitung noch rausholen möchte, aber für mich reicht im privaten Bereich das JPEG fine, da ich meine Bilder in der Regel hier nicht beschneide.

 

P.S.: das RAW Bild fällt etwas dunkler aus, was das Ergebnis etwas verfälscht (zu Gunsten des RAW). Ich habe es dennoch so gelassen. Die Einstellung war M und auch der ISO-Wert war der selbe bei 100. Scheinbar hellt die Kamera das JPEG selbst bei gleichem Profil etwas auf. Ich hätte das angleichen können habe mich aber dagegen entschieden. Mein Fazit ist: für häusliche Fotografie werde ich in Zukunft JPEG fine verwenden.

 

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